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Hausdurchsu­chung wegen Drogen: Das müssen Sie wissen

Was tun bei einer Hausdurchsuchung wegen BtMG?

Hausdurchsuchung als Beschuldigter: was muss ich tun?

Wird eine Hausdurchsuchung wegen Drogen-Verdachts durchgeführt, handelt es sich für die Betroffenen häufig um eine äußerst belastende Situation. Gleichzeitig bestehen bei vielen Betroffenen erhebliche Unsicherheiten darüber, welche Rechte und Pflichten im Rahmen einer Hausdurchsuchung gelten und wie sie sich am besten verhalten. Eine fundierte rechtliche Beratung und Vertretung durch einen Strafverteidiger ist in diesen Fällen dringend anzuraten.

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Unsere spezialisierten und erfahrenen Strafverteidiger haben bereits vielen Mandanten zu einer erfolgreichen Verteidigung verholfen. Wir legen größten Wert auf höchste Diskretion und eine sorgfältige, vertrauliche Bearbeitung Ihres Falls.

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Rechtsgrundlagen für eine Hausdurchsuchung bei Drogendelikten

Hausdurchsuchungen stellen erhebliche Eingriffe in die Grundrechte der Betroffenen dar. Daher dürfen diese Maßnahmen nur unter bestimmten rechtlichen Voraussetzungen durchgeführt werden. Die zentrale gesetzliche Grundlage bildet § 102 Strafprozessordnung (StPO). Demnach darf eine Durchsuchung durchgeführt werden, wenn ein Anfangsverdacht gegen eine bestimmte Person besteht.

Ein Anfangsverdacht setzt voraus, dass konkrete Anhaltspunkte darauf hindeuten, dass der Beschuldigte eine Straftat begangen hat. Bei Drogendelikten reicht es beispielsweise aus, wenn die Polizei Hinweise auf den Besitz oder den Handel mit Betäubungsmitteln hat. Diese Hinweise können sich aus Zeugenaussagen, Aussagen von Beschuldigten in anderen Verfahren, Überwachungsmaßnahmen oder anonymen Hinweisen ergeben.

Sicherstellung und Beschlagnahme von Beweismitteln

Bei einer Hausdurchsuchung wegen Drogen kommt es regelmäßig zur Sicherstellung oder Beschlagnahme von Beweismitteln. Hierzu zählen nicht nur Betäubungsmittel selbst, sondern auch:

  • Verpackungsmaterial,
  • Feinwaagen,
  • Bargeld,
  • Mobiltelefone,
  • Notizen oder Kundenlisten.

 

Auch digitale Beweismittel wie Chatverläufe oder Fotos können ausgewertet werden. Gerade im Bereich der organisierten Drogenkriminalität haben digitale Beweise inzwischen eine erhebliche Bedeutung.

Der Durchsuchungs­beschluss – formelle Voraussetzung

In der Regel erfolgt eine Hausdurchsuchung wegen Drogen aufgrund eines richterlichen Durchsuchungsbeschlusses gemäß § 105 StPO. Dieser Beschluss muss bestimmte Mindestanforderungen erfüllen:

  • Benennung des Beschuldigten,
  • genaue Bezeichnung der zu durchsuchenden Räume,
  • Angabe des konkreten Tatvorwurfs,
  • Angabe des Zwecks der Durchsuchung.

 

Liegt ein solcher richterlicher Beschluss vor, sind die Bewohner verpflichtet, den Beamten Zutritt zu den genannten Räumen zu gewähren. Allerdings sollten Betroffene auch in dieser Situation ihre Rechte kennen und die Durchsuchung keinesfalls durch eigenmächtige Handlungen erschweren.

Hausdurchsuchung ohne Beschluss – Ausnahmefälle

In Ausnahmefällen ist eine Hausdurchsuchung wegen Drogen auch ohne richterlichen Beschluss zulässig. § 105 Abs. 1 StPO erlaubt eine solche Eilmaßnahme, wenn „Gefahr im Verzug“ besteht. Dies setzt voraus, dass durch den Zeitverlust, der mit der Einholung eines richterlichen Beschlusses verbunden wäre, der Erfolg der Durchsuchung gefährdet wäre – etwa weil Beweismittel vernichtet oder Drogen beseitigt werden könnten.

Ob tatsächlich „Gefahr im Verzug“ besteht, wird später regelmäßig von Gerichten überprüft. Wird die Maßnahme für rechtswidrig erklärt, können die gefundenen Beweismittel unter Umständen einem Verwertungsverbot unterliegen.

Typische Anlässe für eine Hausdurchsuchung wegen Drogen

Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten erfolgen häufig aufgrund folgender Verdachtsmomente:

  • Hinweise auf Drogenhandel aus Ermittlungen gegen Dritte,
  • Beobachtungen von Polizei oder Zollbehörden,
  • abgefangene Nachrichten (z. B. über Messenger-Dienste),
  • Beschlagnahmung von Drogenpaketen, die mit dem Empfänger in Verbindung gebracht werden,
  • Hinweise aus der Nachbarschaft, etwa wegen auffälliger Besuche oder Geruchsbelästigungen.

 

Da im Bereich der Betäubungsmitteldelikte häufig verdeckte Ermittlungen erfolgen, wissen Betroffene in vielen Fällen nicht, dass sie bereits im Fokus strafrechtlicher Ermittlungen stehen.

Rechte der Betroffenen bei einer Hausdurchsuchung

Wer von einer Hausdurchsuchung wegen Drogen betroffen ist, hat trotz des erheblichen Grundrechtseingriffs klare Rechte. Zu den wichtigsten Rechten gehören:

  • das Recht auf Beiziehung eines Anwalts,
  • das Recht, den Durchsuchungsbeschluss einzusehen,
  • das Recht, sich nicht zur Sache zu äußern,
  • das Recht auf Anwesenheit während der Durchsuchung,
  • das Recht, Zeugen (z. B. Nachbarn oder Bekannte) hinzuzuziehen.

 

Es wird dringend empfohlen, von dem Recht auf anwaltlichen Beistand unverzüglich Gebrauch zu machen. Ein erfahrener Strafverteidiger kann nicht nur den Ablauf der Durchsuchung überwachen, sondern auch sicherstellen, dass keine unzulässigen Maßnahmen ergriffen werden.

Hausdurchsuchung wegen Drogen: Verhaltenstipps

Für Betroffene ist es entscheidend, während einer Hausdurchsuchung einen kühlen Kopf zu bewahren. Folgende Verhaltensregeln sollten unbedingt beachtet werden:

  1. Ruhe bewahren: Trotz des verständlichen Schocks sollten Betroffene keine überstürzten Handlungen vornehmen.
  2. Nichts unterschreiben: Protokolle oder Erklärungen sollten ohne anwaltliche Beratung grundsätzlich nicht unterschrieben werden.
  3. Keine Aussagen machen: Betroffene sind nicht verpflichtet, sich zur Sache zu äußern. Schweigen ist hier die beste Option.
  4. Anwalt kontaktieren: Bereits während der Durchsuchung sollte ein Strafverteidiger kontaktiert werden, der idealerweise direkt vor Ort erscheinen kann.
  5. Ablauf dokumentieren: Soweit möglich, sollten Betroffene den Ablauf der Durchsuchung notieren, insbesondere etwaige Unregelmäßigkeiten oder Beschädigungen.

 

Ein kooperatives, aber bestimmtes Auftreten gegenüber den Beamten ist ratsam. Widerstandshandlungen oder verbale Ausfälligkeiten können die Situation unnötig eskalieren und unter Umständen weitere strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Nach der Hausdurchsuchung – strafrechtliche Konsequenzen

Nach einer Hausdurchsuchung wegen Drogen ist eine frühzeitige anwaltliche Unterstützung entscheidend. Viele Beschuldigte wenden sich direkt nach einer Durchsuchung an die Kanzlei, um die Rechtmäßigkeit der Maßnahme sowie des richterlichen Durchsuchungsbeschlusses prüfen zu lassen. Gleichzeitig besteht regelmäßig der Wunsch, die weitere Verteidigung in erfahrene Hände zu legen.

Unmittelbar nach Übernahme des Mandats zeigt die Kanzlei die Verteidigung gegenüber den Ermittlungsbehörden an und beantragt Akteneinsicht. Bereits zu diesem Zeitpunkt wird die Durchsuchung kritisch überprüft – etwaige Verfahrensfehler lassen sich so frühzeitig erkennen und gezielt angreifen.

In enger Abstimmung mit dem Mandanten wird anschließend eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickelt. Ob das Verfahren eingestellt wird, ein Strafbefehl ergeht oder es zur Anklage kommt, hängt maßgeblich von der Qualität der Verteidigung ab. Die Kanzlei steht Mandanten während des gesamten Strafverfahrens – von der ersten Durchsuchung bis zur Gerichtsverhandlung – mit Erfahrung und Fachkompetenz zur Seite.

BtMG Delikte: Die Rolle des Strafverteidigers

Wurde bei Ihnen oder einer Ihrer Angehörigen eine Hausdurchsuchung wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz durchgeführt und haben die Ermittlungsbeamten dabei Drogen oder andere Beweismittel sichergestellt, sollte der weitere Verlauf des Strafverfahrens sorgfältig geplant werden. Bereits die ersten Entscheidungen – insbesondere ob und in welcher Form eine Aussage gemacht wird – haben erheblichen Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens. Von vorschnellen Geständnissen oder unüberlegten Erklärungen ist dringend abzuraten.

Ein erfahrener Strafverteidiger mit Schwerpunkt Betäubungsmittelstrafrecht prüft zunächst genau, ob die sichergestellten Beweismittel überhaupt verwertbar sind. Verfahrensfehler bei der Hausdurchsuchung oder der Sicherstellung können zu einem Beweisverwertungsverbot führen – dies ist ein entscheidender Verteidigungsansatz.

Um frühzeitig die richtige Verteidigungsstrategie zu entwickeln, sollten sich Beschuldigte nicht auf allgemeine strafrechtliche Beratung verlassen, sondern gezielt die Unterstützung eines spezialisierten Verteidigers in Anspruch nehmen.

Wir stehen Ihnen als spezialisierte Strafverteidiger jederzeit zur Verfügung

Mit unserer Expertise und Erfahrung unterstützen wir Sie in allen Phasen des Strafverfahrens. Nach einer gründlichen Aktenanalyse entwickeln wir eine maßgeschneiderte Verteidigungsstrategie, um das bestmögliche Ergebnis für Ihren individuellen Fall zu erzielen.

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Strafverteidiger Nikolai Odebralski ist seit 2010 Rechtsanwalt in Essen

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